Wissenschaftliches Programm Symposium 2018

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16:00 Uhr
Begrüßung  

Prof. Dr. med. Ulrich Keilhholz, Charité CCC
Prof. Dr. med.  Diana Lüftner, Vorstandsmitglied DGHO
Dr. med. Wiebke Nehls, Vorstandsmitglied DGP

Einführung

„Black or white or shades of grey?“: Dimensionen von Palliative Cancer Care
PD Dr. med. Anne Letsch, Hämatologie/Onkologie, Charité CBF

Part 1: Kurativ vs. Palliativ

Moderne Therapiekonzepte verändern Behandlungsperspektiven. Dies erfordert möglicherweise ein Umdenken in Bezug auf unsere Behandlungskonzepte und Begrifflichkeiten. Welchen veränderten Behandlungsverläufen müssen wir uns stellen? Wie können wir dies als Behandler in Sprache, Kommunikation, Therapie und Zielen umsetzen?

Chairs:

Prof. Dr. med.L. Bullinger, Hämatologie/Onkologie, Charité CVK
Dr. med. K. Barnard, Paul-Gerhard-Diakonie
Dr.rer.nat. U. Goerling, Psychoonkologie, Charité CCC

Kurative Barrieren der Integration am Beispiel eines Patienten mit Lymphom
Dr. med. Corinna Leng, Hämatologie/Onkologie, Charité CBF

„Eine Partnerschaft von Diagnose bis zum Tod“ am Beispiel eines Patienten mit Nierenzell-Karzinom
Dr. med. Peter Kirschner, Praxis Urologie und Palliativmedizin, Berlin

„Halt auf freier Strecke“: Diagnose Glioblastom
Prof. Dr. med. P. Vajkoczy, Neurochirurgie, Charité CVK, CCM, CBF

Diskussion

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Part 2 Keynote:

„Wir müssen reden!“ – Kommunikation von "shades of grey" mit onkologischen Patienten und deren Angehörigen

Dr. med.  Christian Schulz-Quach, MD MSc MBACP
Institute of Psychiatry, Psychology and Neuroscience, King’s College London, UK

Bei der Betreuung von Krebspatienten ist das Sprechen über die Begrenztheit des Lebens, Sterben und Tod genauso wesentlich, wie die Fähigkeit Hoffnung und Sinn aufrecht zu erhalten. Gerade die Veränderung therapeutischer Optionen in der Krebsbehandlung und die steigende prognostische Unsicherheit erfordern oft die Kommunikation über ein Nebeneinander verschiedener möglicher Verläufe und sich potentiell verändernde Therapieziele. In diesem Balanceakt stehen jedoch oft Prozesse und Konflikte im Wege, die ein authentisches Gespräch mit dem Patienten und ihren Angehörigen erschweren. 

Mit wichtigen Erkenntnisse aus der Experimentellen Existentiellen Psychologie und aktuellen Kommunikationsforschung gibt dieser Vortrag praktische Impulse für die herausfordernde Kommunikation in der modernen Krebsmedizin.

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Get Integrated Forum inkl. Pause

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Part 3: Allgemeine – Spezialisierte Palliativversorgung

In Leitlinien und Empfehlungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften wird die Integration von Palliativversorgung parallel zur onkologischen Standardbehandlung empfohlen, ohne konkrete Definition der Ausgestaltung.
Ab wann ist eine spezialisierte Palliativversorgung sinnvoll und nötig? An welchen Kriterien lässt sich das festmachen und in welchem Verhältnis steht allgemeine zu spezialisierter Versorgung?
Anhand von Best-practice-Modellen sollen die verschiedenen Rollen von Hämatologen/Onkologen, Organspezialisten, Palliativmedizinern und Hausärzten dargestellt und diskutiert werden.

Chairs:

C. Stocklossa, Sozialdienst, Charité
PD Dr. med. P. Thuss-Patience, Hämatologie/Onkologie, Charité CVK
Dr. med. W. Nehls, Palliativstation Emil-von-Behring-Krankenhaus

Schlüsselrolle Hausärztin – Betreuung in allen Lebenslagen am Beispiel eines Patienten mit Pankreas-Karzinom
Dr. med. Irmgard Landgraf, Praxis Allgemeinmedizin Berlin

Schlüsselrolle Onkologin am Beispiel eines Patienten mit Kolorektal-Karzinom
Dr. med. Karola Wagner, Emil-von-Behring-Krankenhaus Berlin 

Schlüsselrolle Palliativmedizinerin am Beispiel einer Patientin mit Mamma-Karzinom  
Dr. med. Parwin Mani, SAPV-Ärztin, Berlin

Diskussion

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19:10 - 20:00 Uhr
Part 4: Panel - Visionen der Integration

Bezugnehmend auf die vorgestellten Kasuistiken und Impulse sind die Symposiumsteilnehmer und Experten aus Praxis und Politik gefragt, Visionen der Integration von Palliative Care in der Hämatologie und Onkologie zu entwickeln:
Welche Fragen und Forderungen lassen sich aus den klinischen Erfahrungen ableiten? Und an wen richten sich diese? Welche widersprüchlichen Interessen gibt es? Was sind Anreize für die verschiedenen Beteiligten im deutschen Gesundheitssystem, die Integration von Palliative Care in der Hämatologie und Onkologie zu fördern? Gibt es Gründe, die gegen eine Integration von Palliative Care sprechen?Wie lässt sich aus zufälliger Zuweisung bzw. Einbeziehung von Palliative Care eine regelhafte, systematische Integration entwickeln?

Moderatorin:

Dipl.-Psychologin Asita Behzadi, Hämatologie/Onkologie, Charité CVK  

Ignite Präsentation

Diskutanten: (alphabetisch)

Prof. Dr. med. Bernd Alt-Epping, Zentrum für Palliativmedizin Universitätsmedizin Göttingen

Herr Axel Doll, Diplom-Pflegepädagoge, Palliativzentrum Uni Köln

Prof. Dr. med. Ulrich Keilholz, Charité CCC

Dr. med.  Irmgard Landgraf, Praxis Allgemeinmedizin, Berlin

Prof. Dr. med. Georg Maschmeyer, Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Ernst-von-Bergmann Klinikum Potsdam

N.N., Bundesministerium für Gesundheit Berlin

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20 - 21 Uhr
Abschlussdiskussion

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- Stand 01/2018 Änderungen vorbehalten -