Für Patienten

Hier finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Sprechstunden und alle Kontaktmöglichkeiten. Außerdem stellt sich das Team der Psychoonkologie vor, das für Sie eine Reihe von nützlichen und unterstützenden Informationen zusammengestellt hat.

Häufig gestellte Fragen:

Ich möchte bei Ihnen behandelt werden - was muss ich tun?

In aller Regel führt der Weg zu uns über Ihren Hausarzt oder einen anderen niedergelassenen Arzt, der Sie bereits behandelt. Dann ist zu unterscheiden, ob Sie stationär oder ambulant behandelt werden sollen.

Die ambulante Behandlung kommt immer dann in Frage, wenn Sie bestimmte Diagnose- oder Therapiemöglichkeiten benötigen, die nur in einer Hochschulklinik zur Verfügung stehen. Dies kann punktuell in Ergänzung zu der Behandlung bei Ihrem niedergelassenen Arzt geschehen, es kann aber auch notwendig sein, dass Ihre gesamte Behandlung bei uns erfolgt.

Eine stationäre Behandlung ist dann notwendig, wenn entweder besonders aufwändige Diagnostik ansteht oder eine Therapie, die sich nicht ambulant durchführen lässt.

In beiden Fällen veranlasst Ihr niedergelassener Arzt die Behandlung bei uns und stellt für Sie eine Überweisung für die ambulante bzw. eine Einweisung für die stationäre Behandlung aus.

Eine Ausnahme von dieser Regel bilden selbstverständlich Notfälle. Nicht selten zeigt sich eine Krebserkrankung erstmals mit akuten Symptomen. Auch im Verlauf einer bereits bekannten und - bei uns oder anderswo - behandelten Krebserkrankung kann es zu akuten, teilweise bedrohlichen Verschlechterungen des Gesundheitszustandes kommen.

In diesen Fällen können Sie jederzeit unser Rettungszentrum aufsuchen - selbstverständlich Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr. Sollten Sie dazu nicht selbst in der Lage sein, rufen Sie medizinische Hilfe über den Notruf 112.

Wenn Sie sich im Einzugsbereich des Campus Benjamin Franklin befinden oder aufgrund Ihres akuten Krankheitsbildes nur hier behandelt werden können, bringt auch die Feuerwehr Sie in unser Rettungszentrum. Hier ist über die akute Notfallversorgung hinaus Tag und Nacht ein Arzt unserer Klinik erreichbar.

Mein Arzt sagt, ich habe Krebs - wie geht es weiter?

Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten, denn dies hängt im wesentlichen von drei Dingen ab: der Art der Krebserkrankung, ihrer Ausbreitung und weiteren Risikofaktoren.

Bei einigen Krebsarten bestehen heute sehr gute Behandlungsmöglichkeiten auch in fortgeschrittenen Krankheitsstadien. Ganz allgemein ist eine Krebserkrankung umso besser behandelbar, je weniger sie sich bereits im Körper ausgebreitet hat. Und schließlich hängen die Prognose und die Behandlungsmöglichkeiten auch von Faktoren wie Sympromen der Krebserkrankung, dem Bestehen weiterer Erkrankungen und dem Lebensalter ab.

Ganz allgemein wird jedoch meistens an erster Stelle eine genaue Diagnostik stehen. Hierzu wird man als erstes versuchen, Gewebematerial aus einem Krankheitsherd zu gewinnen, um die Art der Erkrankung präzise feststellen zu können, außerdem folgt eine Ausbreitungsdiagnostik, d.h. es wird mittels Ultraschall, Röntgen, Computertomografie oder Kernspintomografie festgestellt, ob und ggf. wo sich Tumoren bzw. Metastasen befinden. Diese Untersuchungen beanspruchen in der Regel einige Tage. Während dieser Zeit kann jedoch eine eventuell notwendige Therapie bereits eingeleitet werden.

Liegen alle Befunde vor, bewerten Ihre behandelnden Ärzten diese und planen eine Gesamtstrategie der Therapie. Hier sind häufig Ärzte verschiedener Fachrichtungen wie Chirurgie, Strahlentherapie und internistische Onkologie beteiligt.

Vor allem aber sind Sie an diesem Schritt soweit wie möglich beteiligt. Das heisst, wir nehmen uns Zeit, die Befunde der Untersuchungen mit Ihnen zu besprechen und gemeinsam mit Ihnen die Ziele der Therapie festzulegen um danach über deren Ausmaß und auch Aggressivität zu entscheiden.

Ich soll Chemotherapie bekommen - was kommt auf mich zu?

So unterschiedlich wie die verschiedenen Krankheitssituationen sind auch die therapeutischen Möglichkeiten. Ziel aller Behandlungsmodalitäten - Chirurgie, Strahlentherapie, Chemo- oder Immuntherapie - ist es, möglichst alles Tumorgewebe zu zerstören und dabei das gesunde Gewebe möglichst zu schonen.

Das ist jedoch bisher nur begrenzt zu verwirklichen: Eine Chemotherapie trifft solche Zellen, die sich schnell vermehren. Das ist das wesentliche Merkmal von Krebszellen, aber auch einiger gesunder Gewebe. Zu diesen zählen vor allem Haut und Schleimhäute und das Knochenmark als Ort der Blutbildung. Dementsprechend sind häufige Nebenwirkungen Magen-Darm-Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Hautveränderungen einschließlich Haarausfall, und eine zeitweilige Verminderung der Blutzellen. Vor allem die Verminderung der Blutzellen kann zu ernsthaften Problemen mit Schwäche, Blutungsgefahr und erhöhter Empfindlichkeit für Infektionen führen.

Das Ausmaß dieser unerwünschten Wirkungen ist jedoch sehr unterschiedlich. So gibt es sehr intensive und hochdosierte Chemotherapie-Protokolle mit starken Nebenwirkungen. In der Hochdosis-Chemotherapie werden sogar Dosierungen verabreicht, die das Knochenmark komplett zerstören, so dass zuvor Stammzellen für die autologe Knochenmarktransplantation gesammelt werden müssen (s. auch Stammzelltransplantation). Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es sehr gut verträgliche Chemotherapien, die als ambulante Infusionen oder sogar mit Tabletten zuhause durchgeführt werden können.

In jedem Fall werden Ihre behandelnden Ärzte alles tun, um unerwünschte Wirkungen soweit wie möglich zu verhindern oder zu lindern. Dafür stehen heute vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Insbesondere gegen die in den Anfängen der modernen Chemotherapie gefürchtete Übelkeit stehen heute sehr wirksame Medikamente zur Verfügung.

Ihre Kontaktmöglichkeiten in der Klinik auf einen Blick.