Fragen bei der Therapieentscheidung bei Rezidiv

Nach dem Wiederauftreten der Erkrankung müssen, ähnlich wie bei der Erstdiagnose, alle wichtigen Informationen gesammelt werden, ehe die weitere Behandlung geplant werden kann. Einigen Patienten fällt es schwer, sich gerade jetzt erneut für die Behandlungen zu motivieren. Möglicherweise sind Gefühle wie Angst, Trauer, Wut und Hilflosigkeit momentan vorrangig. Ein Gespräch kann helfen, diese zu verstehen und zu überlegen, was Ihnen jetzt gut tut. Erfragen Sie alle Informationen, die Sie benötigen, um eine Entscheidung zu treffen.

 

Sie befinden sich hier:

Mögliche Fragen an die Ärzte

-> siehe Seite 17, „2. Fragen zur Therapieentscheidung“

·         Was genau ist eigentlich palliative Versorgung? Ist diese sinnvoll für mich?

 

Mögliche Fragen an die Psychoonkologie

-> siehe vorherige Erkrankungsphasen

 

·         Wie kann ich mich zu bestimmten Behandlungen motivieren?

·         Was kann mir im MRT helfen, mit der Lautstärke und Beengtheit umzugehen?

·         Wie kann ich mit Stimmungsschwankungen umgehen?

·         Welche (unausgesprochenen) Erwartungen etwa von Angehörigen nehme ich wahr?

·         Was löst das in mir aus? Wie kann ich damit umgehen?

·         Inwiefern kann die sogenannte Achtsamkeitspraxis in dieser Zeit von Bedeutung

sein? Wie könnten Achtsamkeitsübungen hilfreich für mich sein?

·         Sind meine Gefühle angemessen?

·        Inwiefern könnte ich von einer Selbsthilfeorganisation profitieren?

·         Muss ich jetzt ans Sterben denken?

·         Inwiefern darf ich auch verdrängen?

·         Wie gehe ich mit dem Druck um, den mir vielleicht Angehörige bezüglich der Behandlung machen, wenn ich für mich einen anderen Weg beschlossen habe?

Mögliche Fragen an den Sozialdienst

-> siehe auch vorherige Erkrankungsphasen

·         Welche zusätzlichen Hilfsangebote kann ich in Anspruch nehmen?

·         Welche Person soll als Verantwortliche in meiner Patientenverfügung eingesetzt werden?

·         Wem erteile ich eine Vorsorgevollmacht?

 

Mögliche Fragen an die Ernährungsberatung/-therapie

·         Welchen Sinn macht künstliche Ernährung? Ist das für mich im Moment eine Lösung?

·         Welche Nahrungsmittel wirken blähungsfördernd/-hemmend, geruchsfördernd/-hemmend, abführend oder stopfend?

·         Welche Tipps können mir die Ernährung bei Appetitlosigkeit, Geschmacksveränderung/-verlust, Schluckbeschwerden, Entzündungen der Mundhöhle, Mundtrockenheit, Übelkeit, Brechreiz. Durchfall, Blähungen und/oder Völlegefühl erleichtern?

 

Mögliche Fragen an mich selbst

·         Welche spürbaren Vorteile möchte ich durch die Behandlung erreichen?

·         Welche Nebenwirkungen befürchte ich?

·         Welche Vernunftgründe sprechen für die empfohlene Behandlung?

·         Welche Vernunftgründe sprechen gegen die empfohlene Behandlung?

·         Was rät mir mein Bauchgefühl?

·         Welche Behandlungen habe ich in der Vergangenheit durchlaufen?

·         Welche medizinischen und persönlichen Erfahrungen habe ich mit bestimmten Behandlungen oder Umständen gemacht?

·         Welchen Anspruch habe ich in Bezug auf meine Lebensqualität?

·         Wie notiere ich mir Fragen, damit ich sie bei meinem nächsten Arztbesuch stellen kann?

·         Welche Person, der ich vertraue, kann mich zu einem Arztgespräch begleiten, damit wir Gesprächsergebnisse gemeinsam abwägen können?  

·         Was beschäftigt mich am meisten?

·         Was will ich vom Arzt wissen?

·         Was möchte ich dem Arzt mitteilen, damit er weiß, wo ich innerlich stehe?

·         Welche Ängste, Hoffnungen und Befürchtungen habe ich?

·         Was hilft mir, mich zu trauen, nachzufragen, wenn ich etwas nicht verstehe?

·         Was macht mich einsam? Wo werde ich nicht verstanden? Was verstehe ich bei den anderen nicht? Was engt mich ein?

·         Was will ich wissen und was nicht? Was fehlt mir, um mich entscheiden zu können? Was fehlt mir, um mich sicher zu fühlen?