Fragen bei Diagnose

Mit Entdeckung der ersten Symptome beginnt für Betroffene und Angehörige häufig eine besondere Belastungssituation. Die Stellung der Diagnose ist nicht selten mit Gefühlen der Ohnmacht, Hilflosigkeit und Angst verbunden. Folgende Fragen sollen Sie unterstützen wieder Handlungsspielraum zu gewinnen und aktiv mit der Erkrankung umzugehen.

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Mögliche Fragen an die Ärzte

Mögliche Fragen an die Ärzte

·       Was genau ist eigentlich Krebs und eine Krebszelle? Und was passiert in meinem Körper?

·       Welche Krebsart habe ich genau? 

·       Wo befindet sich der Krebs?

·       Wie häufig ist die Krebsart?

·       Wie entsteht eine solche Krebsart gewöhnlich? Und in welcher Zelle?

·       Kann es sich bei mir um eine erbliche Form von Krebs handeln? Besteht für meine Verwandten ebenfalls ein erhöhtes Risiko zu erkranken?

·       Wie groß ist der Tumor und was bedeutet das?

·       Welche Stadien dieser Krebserkrankung gibt es?

·       In welchem Stadium befindet sich die Krebserkrankung? 

·       Wie aggressiv ist die Erkrankung? Und was bedeutet diese Aggressivität konkret für mich?

·       Ist der Tumor in das umliegende Gewebe gewachsen?

·       Sind Lymphknoten, Knochen oder andere Organe befallen?

·       Welchen Erkenntnisgewinn versprechen Sie sich von Diagnostik/Untersuchung XY? Welche Untersuchung empfehlen Sie mir?

·       Haben wir alle wichtigen Ergebnisse beisammen?

·       Wie gesichert ist der Befund?

·       Wie lassen sich die einzelnen Inhalte des Befunds verstehen? Welche Bedeutung haben die Begriffe und Abkürzungen?

·       Wo finde ich unabhängige Beratung zu meiner Krebserkrankung?

·       Welche Rolle spielt eine ausreichende Ernährung in der Krebstherapie?

·       Wie kann ich erkennen, ob ich ausreichend ernährt bin?

·       Wie kann ich Gewichtsverlust vorbeugen?

·       Welche Rolle spielen körperliche Aktivität und Sport für die Therapie?

·       Kann ich mein Immunsystem durch Bewegung stärken?

·       Wie wirkt sich die Diagnose auf mein Leben aus? 

·       Wo bekomme ich Unterstützung von einem Sozialdienst und/oder Ernährungsberatung?

·       An wen kann ich mich wenden, wenn ich oder meine Angehörige über ihre Ängste und Befürchtungen reden möchten?

·       Ich bin schwanger. Was bedeutet die Krebserkrankung jetzt für die Schwangerschaft?

·       Wie bereite ich mich am besten auf die Untersuchungen vor?

·       Muss ich zu den Untersuchungen eine Liste meiner Medikamente mitbringen?  

·       Ist es ratsam, eine Begleitung zur Untersuchung mitzubringen? 

·       Können Sie mir bitte eine Kopie des pathologischen Befundes und andere Untersuchungsergebnisse zukommen lassen? 

·       Wer wird mit mir über die nächsten Schritte sprechen? Und wann?

·       Was passiert, wenn ich jetzt nichts tue? Hilft es nicht einfach, abzuwarten?

·       Sind Ihre vorgeschlagenen Therapien, Untersuchungen,… Teil einer klinischen Studie? Wenn ja, können Sie mir dies bitte erklären?

·       Welche Erkenntnisse können aus dem Biopsie-Material gewonnen werden?

·       Wie zuverlässig ist das Ergebnis?

·       Welche Risiken bestehen bei einer Biopsie?

·       Kann der Tumor durch eine Biopsie streuen?

·     Wie lange muss ich nach der Biopsie im Krankenhaus bleiben?

·       Muss ich nach einer Biopsie trotzdem operiert werden? 

·       Ist es normal, wenn nach der Biopsie Blut in meinem Urin ist?

·       Bei welcher Diagnose ist es ratsam eine Zweitmeinung bzgl. Des pathologischen Befunds anzufordern?

·       Wie kann ich eine Zweitmeinung zu meinem pathologischen Befund anfordern und wer trägt die Kosten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Fragen im Falle einer bildgebenden Diagnostik (CT, MRT, kontrastmittelgestützter Ultraschall)

·       Kann man auf den Bildern sehen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist?

·       Ist es ratsam, die bildgebende Diagnostik immer im gleichen Institut / Praxis machen zu lassen?

·       Wann bekomme ich die Bilder ausgehändigt und wann bekomme ich die schriftliche Auswertung? 

·       Benötige ich bestimmte Blutwerte für die Untersuchung und wie alt dürfen diese Werte sein?

·       Muss ich während der Untersuchung die ganze Zeit still liegen?

·       Ich bin stark übergewichtig, passe ich überhaupt in das CT /MRT Gerät?

·       Was passiert, wenn ich während der Untersuchung einmal Angst bekomme?

·       Warum wird Kontrastmittel gegeben?

·       Gibt es unterschiedliche Arten von Kontrastmitteln?

·       Wann wird welche Art von Kontrastmittel gegeben?

·       Hat das Kontrastmittel Nebenwirkungen?

·       Belastet das Kontrastmittel meine Niere?

·       Ich habe eine schlechte Nierenfunktion. Kann ich in der Praxis eine sogenannte Vor- und Nachwässerung erhalten?

·       Was passiert, wenn ich eine Allergie gegen Jod oder ein Kontrastmittel habe?

·       Wie aussagekräftig ist ein CT ohne Kontrastmittel?

·       Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Mögliche Fragen an die Psychoonkologie

·       Wem soll ich die Diagnose mitteilen? Wann ist ein geeigneter Zeitpunkt dafür? Muss ich mit jemanden sprechen?

·       Wie kann ich meine Familie und Angehörige über die Erkrankung informieren und mit ihnen darüber sprechen?  

·       Wie gehe ich mit meiner Sorge um, dass ich meiner Familie zur Last fallen könnte?

·       Wie kann ich auf die vielen gutgemeinten Ratschläge meiner Mitmenschen reagieren, ohne sie zu kränken?

·       Wie kann ich meinem Kind erklären, was Krebs ist und dass Krebs nicht ansteckend ist? 

·       Wie rede ich mit meinem Kind, ohne es zu überfordern?

·       Was be- und was entlastet mein Kind?

·       Wie kann ich mit Fragen von Kindern umgehen, auf die ich keine Antwort weiß?

·       Was sage ich, wenn mein Kind fragt, ob ich sterben muss?

·       Was tue ich, wenn mein Kind gar nicht reden will?

·       Weshalb ist es wichtig, Kindern ehrliche Informationen zu Krankenhausaufenthalten, Behandlungen und Prognosen zu geben? 

·       Darf ich meinem Kind gegenüber meine Gefühle und Traurigkeit zeigen?

 

·       Wie kann ich mein Kind am besten bei seiner Verarbeitung unterstützen? 

·       Woran erkenne ich, ob mein Kind die Erkrankung gesund verarbeitet?

·       Wie kann ich meinem Kind Entspannung, Spaß und Zeiten, in denen die Krebserkrankung nicht im Vordergrund steht, ermöglichen? 

·       Wie kann Müdigkeit und fehlende Energie nach den Behandlungen den Kindern nicht als mangelnde Motivation zum Spielen, sondern als Folge der Therapie erklärt werden?

 

·       Warum hat die Erkrankung ausgerechnet mich getroffen? Wie gehe ich damit um, wenn ich dies alles als unfair und ungerecht empfinde?

·       Wie kann ich meine Ressourcen und Kraftquellen aktivieren?

·       Führen Depressionen oder Stress zu einer Krebserkrankung? Welchen Einfluss haben belastende Lebensereignisse?

·       Welche Rolle spielt meine psychische/seelische Verfassung bei Entstehung/Bewältigung/Verlauf der Erkrankung?

·       Muss ich immerzu positiv denken oder eine kämpferische Einstellung entwickeln? Welche Auswirkungen hat das auf die Erkrankung?

·       Wie gelingt es mir, trotz der Belastungen eine gewisse Lebensqualität aufrecht zu erhalten?

·       Wie kann ich mit meinen wechselnden Gefühlen und Gedanken umgehen? Ist es normal, dass ich so fühle? Darf ich so fühlen?

·       Ergeht es anderen Erkrankten auch so wie mir? Wie gehen diese mit ihrer Situation um? Was hilft ihnen?

·       Wie kann ich mit meinen Ängsten leben?

·       Ist es problematisch, wenn ich durch Ablenkung meine Ängste verdränge?

·       Wie kann ich mit Gefühlen der Schuld an der Erkrankung, die andere oder ich selbst mir mache, umgehen?

·       Wie kann ich die Zeit des Wartens auf den Therapiebeginn überbrücken, ohne verrückt zu werden? Warum dauert das so lange?

·       Wie spreche ich Unklarheiten/Zweifel/Unsicherheiten bezüglich der Behandlungsentscheidung bei meinem Arzt an?

·       Wie vermittle ich meinem Arzt, dass ich gern eine Zweitmeinung einholen möchte?

·       Wären komplementäre oder alternative Therapien gut für mich? Darf ich darüber mit meinem Arzt sprechen?

·       Ist eine Selbsthilfegruppe für mich sinnvoll? 

·      Wie kann ich mit dem Druck, Entscheidungen treffen zu müssen, umgehen?

·       Was oder wer kann mir helfen, Entscheidungen zu treffen?

·       Gibt es Fehlentscheidungen?

·       Wie kann ich mit meinen getroffenen Entscheidungen leben?

Mögliche Fragen an mich selbst

·       Wen (Arbeitgeber, Schule, Bekannte, Freizeitbeschäftigungen, etc.) will ich über die Erkrankung informieren? Wen (vorerst) nicht? Muss ich jemanden informieren? 

·       Wen will ich bei mir haben – während: der Therapie, des Arztgesprächs; wenn ich Zuhause bin?

·       Wie viel Wahrheit und Informationen brauche ich – für mich selbst, für meine Angehörigen, die meiner Versorgung bedürfen oder für Vorhaben, die ich umsetzen möchte? Wie viel möchte ich wissen?

·       Was bedeutet die Erkrankung für mich? Welche Erfahrungen habe ich mit Krebs bereits gemacht? Welche Bilder und Assoziationen tauchen dazu in meinem Kopf auf?

·       Welche konkreten Befürchtungen habe ich?

·       Wer kann mir beistehen in der kommenden Zeit?

·       Wie kann ich meinen Freunden, meiner Familie eine Brücke bauen, dass diese aus deren Betroffenheit und Hilflosigkeit nicht den Kontakt zu mir abbrechen?

·       Was hat mir bisher in schwierigen Situationen/Zeiten geholfen, diese zu bewältigen? Kann ich das jetzt auch nutzen?

 

Mögliche Fragen der Angehörigen

·       Was genau für eine Krankheit ist das und was kann ich erwarten? 

·       Worauf sollte ich bezüglich der Krankheit achten?

·       Ist eine Pflege/Therapie von zu Hause aus möglich? Wer bezahlt das?

·       Wo bekomme ich Informationen zur Pflege, zu Gefahrenzeichen und wichtigen Arztterminen?

·       Wo finde ich jemanden, mit dem ich reden kann?

·       Welche Art von Pflege ist jetzt notwendig? 

·       Was kann mein Angehöriger essen?

·       Braucht mein Angehöriger eine Unterstützung für seine Mobilität (z.B. einen Rollstuhl)?

·       Wie können wir meinen Angehörigen im Haushalt unterstützen?