Karzinom

Karzinome sind Tumore, die vom Epithel ausgehen. Das Epithel ist die innere Auskleidung unseres Körpers. Die medikamentöse Tumortherapie unterscheidet zielgerichtete Medikamente, Chemotherapie und Immuntherapien.

Hier finden Sie einen Überblick über die klinischen Schwerpunkte aus dem Bereich der Karzinome.

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Aderhautmelanom

Die Rate an Neuerkrankungen an Hautkrebs nimmt in den letzten Jahren kontinuierlich zu. Unter den verschiedenen Arten von Hautkrebs ist das maligne Melanom ('Schwarzer Hautkrebs') die aggressivste und gefährlichste Form. Wenn es zu einer Streuung (Metastasierung) gekommen ist, ist eine Heilung der Erkrankung durch eine Operation nur selten möglich. Melanome sind nur schlecht mit Chemotherapie behandelbar, aber in den letzten Jahren wurden neuartige Therapiemethoden, insbesondere die Immuntherapie, entwickelt, welche die Prognose der Patienten mit metastasiertem Melanom deutlich verbessert haben.

Aderhautmelanom

In seltenen Fällen entstehen Melanome nicht in der Haut sondern im Auge (Aderhautmelanome). Die Behandlung von Aderhautmelanomen ist ein spezieller Schwerpunkt unserer Klinik. Sofern diese Melanome auf das Auge beschränkt bleiben, sind sie gut behandelbar und wir arbeiten eng und vertrauensvoll mit der Klinik für Augenheilkunde zusammen, die am Campus Benjamin Franklin einen ausgesprochenen Schwerpunkt für diese Erkrankung ausbilden. Die Behandlung im Falle einer Metastasierung unterscheidet sich grundlegend von der des Melanoms der Haut. Hier kommen lokale Therapieverfahren der Leber oder Chemotherapie zum Einsatz.

Dieses Team bietet Ihnen...

  • individuelle Beratung und Behandlungskonzepte
  • ein multidisziplinäres Behandlungsteam
  • Leitlinien-gerechte Therapieempfehlungen
  • diverse Behandlungsoptionen für lokale und systemische Therapien
  • innovative Therapiekonzepte u.a. im Rahmen von klinischen Studien
  • Immuntherapeutische Behandlungsansätze
  • Behandlung von Symptomen und Therapienebenwirkungen
  • Therapieentscheidungen in multidisziplinären Tumorkonferenzen
  • Rasche stationäre Versorgung auf unseren onkologischen Stationen

Brustkrebs

Brustkrebs ist der häufigste Tumor der Frau. Er ist mittlerweile in 85% der Fälle heilbar. Grundlage der Heilung ist eine vollständige Entfernung mittels Operation. Von vorliegenden Risikofaktoren wie z. B. Lymphknotenbefall oder Oberflächenmarker des Tumors (Rezeptoren) wird die zusätzliche Behandlung abhängig gemacht. Hierzu können die Strahlentherapie, die Hormontherapie, die Chemotherapie und die Immuntherapie gehören.

Kommt es dennoch zu einem Rückfall der Erkrankung mit einer Absiedelung des Tumors in andere Organe (Metastasen), ist die medikamentöse Therapie die Grundlage aller Brustkrebs-Behandlungen.

Dieses Team bietet Ihnen...

  • individuelle Beratung und Behandlungskonzepte
  • ein multidisziplinäres Behandlungsteam
  • Leitlinien-gerechte Therapieempfehlungen
  • diverse Behandlungsoptionen für lokale und systemische Therapien (das beinhaltet Chemotherapie, Immuntherapie, Hormontherapie und Therapie mit zielgerichteten Substanzen („small molecules“, Tyrosinkinaseinhibitoren)
  • innovative Therapiekonzepte u.a. im Rahmen von klinischen Studien
  • Behandlung von Symptomen und Therapienebenwirkungen
  • Therapieentscheidungen in multidisziplinären Tumorkonferenzen (Link)
  • Rasche stationäre Versorgung auf unseren onkologischen Stationen

Keimzelltumore

Keimzelltumore sind seltene Tumore. Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen treten die meisten Fälle bei Männern in einem relativ frühen Lebensalter auf (Erkrankungsgipfel bei 25 und 45 Jahren). Sie sind mittlerweile in 96% der Fälle heilbar, auch wenn sie im weit fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden. Man teilt sie in Seminome und Nicht-Seminome ein, deren Therapie sich leicht voneinander unterscheidet.

In fortgeschrittenen Stadien ist die Chemotherapie nach wie vor die wichtigste Behandlungsmethode. In Hochrisiko-Situationen oder bei einem Rückfall der Erkrankung wird auch die Hochdosistherapie mit nachfolgender Transplantation von eigenen Blutstammzellen angewendet. Diese Therapieform wird bei uns häufig durchgeführt. Aber auch hier ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit zwischen Urologen, Onkologen und Strahlentherapeuten, wie sie hier an unserem Zentrum stattfindet, für einen maximalen Behandlungserfolg unerlässlich.

Dieses Team bietet Ihnen...

  • individuelle Beratung und Behandlungskonzepte
  • ein multidisziplinäres Behandlungsteam (Onkologen, Urologen, Strahlentherapeuten und Chirurgen)
  • Leitlinien-gerechte Therapieempfehlungen
  • diverse Behandlungsoptionen für lokale und systemische Therapien
  • Behandlung von Symptomen und Therapienebenwirkungen
  • Therapieentscheidungen in multidisziplinären Tumorkonferenzen
  • Rasche stationäre Versorgung auf unseren onkologischen Stationen

Tumore der Kopf-Hals-Region

Tumore des Kopf/Hals-Bereichs stellen wegen ihrer anatomischen Lage und den damit oft verbundenen Funktionseinschränkungen eine Herausforderung für die behandelnden Ärzte dar und erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen HNO-Ärzten, Onkologen und Strahlentherapeuten. Die Therapieansätze sind oft multimodal und schließen mehrere Therapieformen wie Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie ein. Daneben stellt die Immuntherapie eine weitere wichtige Säule der Behandlung dar. Speziell neue immuntherapeutische Konzepte werden derzeit auch an unserem Zentrum in klinischen Studien geprüft und lassen eine weitere Verbesserung der Behandlung dieser Tumoren erhoffen.

Dieses Team bietet Ihnen...

  • individuelle Beratung und Behandlungskonzepte
  • ein multidisziplinäres Behandlungsteam
  • Leitlinien-gerechte Therapieempfehlungen
  • diverse Behandlungsoptionen für lokale und systemische Therapien
  • innovative Therapiekonzepte u.a. im Rahmen von klinischen Studien
  • Immuntherapeutische Behandlungsansätze
  • Behandlung von Symptomen und Therapienebenwirkungen
  • Therapieentscheidungen in multidisziplinären Tumorkonferenzen (Link)
  • Rasche stationäre Versorgung auf unseren onkologischen Stationen

Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane

Gynäkologische Tumore gehören zu den häufigsten Tumoren der Frau. Dazu zählen neben dem Mamma-Karzinom (siehe Brustkrebs (Link)) mit 32,1% aller neuen Krebserkrankungen, Ovarial-Karzinome (Eierstockkrebs 3,5%), Endometrium-Karzinome (Gebärmutterkörper-Krebs 5,1%), Zervix-Karzinome (Gebärmutterhals-Krebs 2,2%), und die selteneren Vaginal-Karzinome (Scheidenkrebs) und Vulva-Karzinome (Vulva-Krebs). Die Therapie beinhaltet in Abhängigkeit von der Tumorart, der Tumorklassifikation, der Tumorlokalisation und dem Alter der Patientin häufig ein multimodales Konzept aus Operation, Bestrahlung und / oder Chemotherapie. Daher sind interdisziplinäre Therapieentscheidungen essentiell zur Erhaltung der Behandlungsqualität sowohl in der Therapie als auch in der Nachsorge.

Sollte die Indikation zu einer systemischen Therapie gestellt werden, kann diese entweder ambulant in unserer interdisziplinären medikamentösen Tumortherapie (IMT)-Ambulanz oder stationär auf unserer onkologischen Station erfolgen.

Dieses Team bietet Ihnen...

  • individuelle Beratung und Behandlungskonzepte
  • ein multidisziplinäres Behandlungsteam (aus Onkologen, Gynäkologen und Strahlentherapeuten)
  • Leitlinien-gerechte Therapieempfehlungen
  • diverse Behandlungsoptionen für lokale und systemische Therapien
  • innovative Therapiekonzepte u.a. im Rahmen von klinischen Studien
  • Immuntherapeutische Behandlungsansätze
  • Behandlung von Symptomen und Therapienebenwirkungen
  • Therapieentscheidungen in multidisziplinären Tumorkonferenzen
  • Rasche stationäre Versorgung auf unseren onkologischen Stationen

Krebserkrankungen ohne bekannten Ursprung

Unter CUP-Syndrom (Englisch: Cancer of Unknown Primary) versteht man eine sehr uneinheitliche Gruppe von Tumorerkrankungen, bei denen nach Abschluss einer gründlichen Diagnostik zwar Metastasen jedoch kein Primärtumor gefunden wurden. Charakteristisch ist, dass die Metastasen einen Wachstumsvorteil gegenüber dem Primärtumor aufweisen oder aber Metastasen und Primärtumor nicht voneinander abgrenzbar sind. Über die Biologie der Erkrankung ist bisher nur wenig bekannt. Auf der Suche nach dem Primärtumor zieht sich die Diagnostik oft Tage bis Wochen hin.

Welche Diagnostik ist erforderlich?

Ganz entscheidend für die Therapie ist, ob die untersuchten Krebszellen noch Rückschlüsse auf ihren Ursprung zulassen, weshalb eine sogenannte immunhistologische Untersuchung des Gewebes durch den Pathologen unverzichtbar ist. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, manchmal kann der Ursprung nur vermutet oder gar nicht identifiziert werden. Wir bieten Ihnen in unserer Klinik eine leitliniengerechte Prognose- und Therapie-abhängige Diagnostik. Diese schließt radiologische, endoskopische und nuklearmedizinische Verfahren ein.

Welche Therapieoptionen gibt es?

Lässt sich der Ursprung der Tumorzellen identifizieren, so werden sie entsprechend den Leitlinien für die jeweilige Tumorart behandelt. Aufgrund der Streuung der Tumorzellen muss eine sogenannte systemische Therapie durchgeführt werden, die im gesamten Körper wirkt. Dies wird in der Regel eine Chemotherapie sein. Bei Nachweis bestimmter molekularer Marker kann ergänzend eine zielgerichtete Therapie zum Einsatz kommen (z. B. Antikörper gegen Wachstumsfaktoren). Im individuellen Fall ist zusätzlich eine symptomorientierte Strahlentherapie oder Operation zu erwägen, weshalb in unserer Klinik eine enge Vernetzung mit den anderen Fachdisziplinen besteht.

Dieses Team bietet Ihnen...

  • individuelle Beratung und Behandlungskonzepte
  • ein multidisziplinäres Diagnostik- und Behandlungsteam (Radiologen, Nuklearmediziner, Pathologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Chirurgen)
  • Leitlinien-gerechte Therapieempfehlungen
  • diverse Behandlungsoptionen für lokale und systemische Therapien
  • Behandlung von Symptomen und Therapienebenwirkungen
  • Therapieentscheidungen in multidisziplinären Tumorkonferenzen
  • Rasche stationäre Versorgung auf unseren onkologischen Stationen