Palliativmedizin in Berlin

"Helfen, da wo wir nicht mehr heilen können."

Mit Wissenschaftlichkeit, Fürsorglichkeit, Verantwortung und Respekt.

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Rotary Club Berlin – Brücke der Einheit spendet 2.500 Euro für die Integrated Palliative Cancer Care am Campus Benjamin Franklin

Der Rotary Club Berlin – Brücke der Einheit, vertreten durch den Präsidenten Herrn Lux, Herrn Mier und Prof. Dr. Eckhard Thiel, den ehemaligen Chefarzt der Medizinischen Klinik für Hämatologie und Onkologie am Campus Benjamin Franklin der Charité, überreichte am 29.06.2017 der Palliativversorgung der Charité Campus Benjamin Franklin, vertreten durch PD. Dr. Anne Letsch, Oberärztin und Leiterin des Palliativbereichs und Dipl.-Psych. Martina Preisler für das Projekt „BRIDGING GAPS“ einen Spendenscheck in Höhe von 2.500 Euro. Diesem Projekt wurde das diesjährige Benefizkonzert des Rotary Clubs im Mai 2017 in Potsdam gewidmet.

Integrated Palliative Cancer Care steht für ein ganzheitliches, onkologisches Behandlungskonzept für ein MEHR an Leben für Krebspatienten und deren Angehörige – zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Das Ziel der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Charité Campus Benjamin Franklin ist es mit „BRIDGING GAPS“ durch eine Vielzahl von einzelnen, sehr praxisorientierten Schritten, Lücken in der ganzheitlichen Versorgung von Tumorpatienten zu überbrücken. Eine dieser Versorgungslücken stellt die Musiktherapie dar, für die diese Spende nun gedacht ist. Die Musiktherapie wurde von Frau Dipl.-Psych. Annett Schleusener am CBF vor 2 Jahren für Krebspatienten implementiert und durch die großzügige Spenden soll nun eine Körpertambura angeschafft werden.

Musiktherapie beinhaltet den gezielten Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit. Sie wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt und erhält einen zunehmenden Stellenwert in der Betreuung von Tumorpatienten und in der Palliativversorgung. Eine Form der rezeptiven Musiktherapie ist die Klangtherapie mit einer Körpertambura. Die Körpertambura kann auf den Körper der Patienten auflegt werden und der Therapeut erzeugt nah am Patienten ein monotones, unstrukturiertes aber lebendiges und obertonreiches Klangerlebnis. Dies ermöglicht gerade schwerkranken und immobilen Patienten das Erlebnis einer Klangtherapie.

Im Namen der Patienten und des Teams der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Campus Benjamin Franklin bedanken wir uns sehr herzlich bei dem Rotary Club Berlin – Brücke der Einheit und dessen Mitgliedern für die großzügige Unterstützung von „ BRIDGING GAPS“.

Der Palliativbereich am Campus Benjamin Franklin in Steglitz

In der Klinik wird die Palliativversorgung (oder Palliative Care) als eine Haltung gelebt, die den Patienten und seine Angehörigen in den Mittelpunkt stellt. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Kontrolle und Linderung von körperlichen Symptomen, psychosozialen und spirituellen Belastungen. Palliative Care ist ein wichtiger Bestandteil der onkologischen Standardtherapie und ganzheitlichen Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen und deren Angehörigen.

Palliativmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die Behandlung und Begleitung von Patienten und Angehörigen erfolgt durch ein multidisziplinäres Team bestehend aus Fachärzten, Fachpflegekräften, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Sozialarbeitern, Seelsorgern, Logopäden, Ernährungsberatern, Wund-und Stomatherapeuten und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Unser  Palliativzentrum der Charité Universitätsmedizin Berlin am Campus Benjamin Franklin gehört zum gemeinsamen palliativmedizinische Zentrum der Charité, welches als Teil der medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie (CBF, CVK, CCM) das Palliativmedizinische Zentrum des Charité Comprehensive Cancer Centers ist.  Mit diesem Zentrum möchten wir über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg die Fortschritte von Palliative Care nutzen, um Schwerkranken und Sterbenden und ihren Angehörigen einen Weg des Vertrauens und der Zuversicht in diesem Lebensabschnitt zu ermöglichen.

Zum Palliativzentrum am CBF gehören (1.) ein stationärer Palliativbereich, (2.) ein Palliativkonsiliardienst für alle Kliniken am Campus Benjamin Franklin, (3.) die integrierte onkologische Palliativversorgung auf den Stationen der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie  und der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie sowie (4.) eine ambulante Palliativ-Sprechstunde.

Die folgenden Seiten sollen helfen einen Einblick in unsere Arbeit und unser Versorgungsangebot zu bekommen, Ansprechpartner zu finden und Ihnen erste Hilfestellungen an die Hand zu geben.

Palliative Care als Konzept

Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen. Dies geschieht durch Vorbeugen und Lindern von Leiden und durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzen und Behandeln von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art (Definition WHO 2002).

Lebensqualität ist immer subjektiv. Lebensqualität ist nicht nur gesundheitsbezogene Lebensqualität. Lebensqualität ist das, was für den Patienten wichtig ist. Lebensqualität ist das, was für den Angehörigen wichtig ist. Um das herauszufinden, stellt die  Kommunikation mit den Patienten und deren Angehörigen die wichtigste Säule der Palliativbetreuung dar.

Begriffe

Palliativ - Das Wort "palliativ" stammt sich dem lateinischen Wortschatz und beinhaltet pallium = der Mantel,  bzw. palliare = mit dem Mantel bedecken, umhüllen.

Palliative Care - nach Definition der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP; ) Palliative Care ist der international übliche Fachausdruck. Als deutsche Übertragungen werden verwendet: Palliativmedizin, Palliativbetreuung oder Palliativversorgung. Die Begriffe Palliativpflege und Hospizarbeit beinhalten wichtige Teilaspekte von Palliative Care.

Im Folgenden werden wir daher immer von Palliative Care, und im Besonderen wenn es um die Betreuung von onkologischen Patienten geht, von Palliative Cancer Care sprechen.

Vision

Für uns beginnt Palliative Cancer Care bei der Mitteilung der Diagnose einer Lebensbedrohlichen Erkrankung (early oder integrated Palliative Care).  Moderne onkologische Palliativversorgung erweitert den Fokus von einer Versorgung am Lebensende hin zu einem erweiterten Versorgungsmodell in dem Palliative Care während des gesamten Verlaufs einer lebensbedrohlichen Krebserkrankung in die onkologische Standardtherapie integriert ist.  

Für Tumorpatienten gibt es Daten, dass insbesondere eine frühe Integration von Palliative Care die Anpassung an die Diagnose einer unheilbaren, lebensbegrenzenden Tumorerkrankung unterstützen, Lebensqualität und Wohlbefinden erhöhen und - nach neusten Studienergebnissen - auch die Lebenszeit verlängern könnte (Temel et al., 2010). Internationale  Organisationen wie WHO und ASCO (American Society of Clinical Oncology) fordern daher für Patienten mit metastasierter Tumorerkrankung und / oder hoher Symptomlast eine frühzeitige simultane Integration von Palliative Care in die onkologische Standard-Versorgung (Smith et al., 2012).

Um dies umzusetzen, ist es uns ein wichtiges Ziel die konsequente Integration von Palliative Cancer Care in die onkologische Standardversorgung an der Charité zu realisieren:   Palliative Cancer Care sollte ein fester Bestandteil der ganzheitlichen onkologischen Standard-Versorgung werden, mit dem Ziel der Verbesserung und Qualitätssicherung der Patientenversorgung von allen Patienten mit fortgeschrittenen Tumor-Erkrankungen.

Damit wir möglichst viele Patienten und Ihre Angehörige mit unserem Versorgungsangebot erreichen,  betreuen wir Patienten nicht nur im spezialisierten stationären Palliativbereich. Im Rahmen der integrierten onkologischen Palliativversorgung versorgen wir Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen auch auf den übrigen Stationen unserer Klinik  und der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie. Zusätzlich betreuen und beraten wir Tumorpatienten und deren Angehörige in einer  ambulanten Palliativ-Sprechstunde. Im Rahmen des Palliativkonsiliardienst stehen wir in allen Kliniken am Campus Benjamin Franklin Patienten mit fortgeschrittenen, lebensbedrohlichen Erkrankungen in einer palliativen Situation und deren Angehörigen zur Verfügung.  

Um das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Palliativversorgung weiter zu verbreiten, beteiligen wir uns an internen und externen Fort-und Weiterbildungsangeboten und an der palliativmedizinischen Lehre im Regel- und Modell-Studiengang. Durch die Initiierung und Beteiligung an Forschungsprojekten versuchen wir die Versorgungsqualität stetig zu verbessern und besser zu verstehen was Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen und deren Angehörige benötigen.  Die daraus resultierenden Erkenntnisse sollen in einen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen, ethischen und philosophischen Dialog einfließen. 

Der Palliativ-Konsiliardienst

Der Palliativ-Konsiliardienst fokussiert die Behandlung von krankheitsbedingten Beschwerden (physisch, psychisch, sozial und spirituell) bei Patienten und deren Angehörigen mit fortgeschrittener, progredienter Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung. Ziel der Arbeit im multiprofessionellen Palliativ-Team ist die Symptomlinderung und Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.

Der Palliativ-Konsiliardienst unterstützt das betreuende Stationsteams durch die Erstellung, Anpassung, Besprechung eines individuellen Behandlungs-Plans zur medizinischen und pflegerischen Symptomkontrolle. Gleichzeitig kann die Vermittlung von psychologischer Unterstützung und psychosozialen Hilfen für Patienten und ihre Angehörige und eine Beratung zum Ort der bestmöglichen palliativen Betreuung – ambulant und stationär erfolgen. Wenn die Symptome auf der eigentlichen Station nicht beherrschbar sind, besteht die Möglichkeit einer Übernahme in den stationären Palliativbereich am CVK und CBF.

Indikationen für die Anmeldung beim Palliativ–Konsiliardienst sind:

  • Krankheitsbedingte oder therapiebedingte körperliche Symptome wie Schmerzen, Luftnot, Obstipation, Übelkeit, Appetitmangel, Fatigue, chronische Übelkeit
  • Psychische Symptome, die z.B. mit der Krankheitsbewältigung einhergehen oder Anpassungsprozesse mit ausgeprägter emotionaler Belastung
  • Soziale Probleme, die beispielsweise die weitere Versorgung zu Hause oder in einer Pflegeinrichtung betreffen, Vorsorgevollmacht bzw. Betreuung

Das Konsiliar-Team ist an den stationären Palliativbereich der Station 14A assoziiert und besteht aus Ärzten und Pflegekräften mit spezieller Palliative-Care-Weiterbildung. Zusätzlich erfolgt bei Bedarf eine multidisziplinäre Ergänzung durch die Psycho-Onkologie des Charité-Comprehensive Cancer Centers und den Sozialdienst und die Physiotherapie der jeweiligen Station. Neben einmaligen Konsilen kann bei Patienten mit länger andauerndem Betreuungsbedarf eine Palliativmedizinische Komplexbehandlung durch das multidisziplinäre Konsiliar-Team erfolgen.

Integrierte onkologische Palliativversorgung

Moderne Onkologische Palliativversorgung erweitert den Fokus von einer Versorgung am Lebensende hin zu einem erweiterten Versorgungsmodell in dem Palliative Care während des gesamten Verlaufs einer lebensbedrohlichen Krebserkrankung in die onkologische Standardtherapie integriert ist. 

Für Tumorpatienten gibt es Daten, dass insbesondere eine frühe Integration von Palliative care die Anpassung an die Diagnose einer unheilbaren, lebensbegrenzenden Tumorerkrankung unterstützen, Lebensqualität und Wohlbefinden erhöhen und - nach neusten Studienergebnissen - auch die Lebenszeit verlängern könnte (Temel et al., 2010). Internationale  Organisationen wie WHO und ASCO (American Society of Clinical Oncology) fordern daher für Patienten mit metastasierter Tumorerkrankung und / oder hoher Symptomlast eine frühzeitige simultane Integration von PC in die onkologische Standard-Versorgung (Smith et al., 2012).

Die onkologische Palliativversorgung am CBF beinhaltet daher auch die Integration der Versorgung  in die übrigen Stationen der der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt  Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie (CBF + CVK) und der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie (CBF).

Ein Palliativmediziner nimmt regelmäßig an den wöchentlichen multidisziplinären Teambesprechungen der hämatologischen und onkologischen Stationen unserer Klinik und der Klinik für Strahlentherapie teil. Palliative Behandlungsansätze fliessen so in die Standardbetreuung mit ein. Patienten die stark belastet sind, können im Rahmen der Palliativ-Komplexbehandlung besonders medizinisch, pflegerisch, psychologisch,  sozial und spirituell unterstützt werden.

Neben dem Stationsteam bestehend aus Ärzten, Pflegekräften und den Case-Managerinnen der Stationen sind an der Palliativkomplexbehandlung beteiligt.

Forschung

Ein Alleinstellungsmerkmal von Palliative Care ist die Transdisziplinarität, die sich auch in der Forschung widerspiegeln sollte, unter Einbeziehung von medizinischer, pflegerischer, psychologischer, ethischer, philosophischer, wirtschaftlicher, und sozialer Expertise und Fragestellung.

Folgende Forschungsthemen werden derzeit gemeinsam mit den Palliative Care Teams an den anderen Campi der Charité und weiteren Kooperationspartnern bearbeitet:

  • Tumorpatienten und ihre Angehörigen: Möglichkeiten einer frühen Integration von Palliative-Care in die onkologische Standardversorgung
  • "Was passiert in den letzten Lebenswochen", systematische Analyse der Sterbefälle in der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Charité CBF
  • "Ernährung und Krebs" systematische Analyse des Einflusses der Ernährung auf Wohlbefinden und Paarbeziehung von Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung
  • Inzidenz von Fatigue und Analyse einer mögliche Assoziation mit Immundysregulation bei Tumorpatienten
  • "Diversity-Studie: Erfasung des Migrationshintergrundes der Patientinnen und Patienten in der stationären Palliativversorgung im Land Berlin" (Projektleitung Oliver Henke)
  • "Erfassung von Belastungen und Behandlungsbedarf von Patienten im Verlauf inkurabler Krebserkrankungen" (APM-Projekt Deutsche Krebsgesellschaft)
  • "Musik als Resource in Sterbe- und Trauerprozessen" (Kooperationsprojekt mit der UDK Berlin)
  • Einstellung bezüglich terminaler Sedierung und Euthanasie von Palliativpatienten, deren Angehörigen, Pflegekräften und Ärzten im Vergleich.
  • Evaluation der Qualität des Sterbens durch Palliativpatienten, Angehörige und Pflegekräfte im Vergleich
  • Patientenverfügungen auf der Palliativstation, eine Erhebung
  • A European Multicenter Open Label Study of Breakthrough Cancer Pain: Assessment of Fentanyl Buccal Tablets Titration and Treatment in Opoid Tolerant Patients
  • Tanz zur Behandlung von Fatigue
  • Berliner Studie zur Ambulanten Sterbebegleitung Ost-Asiatischer Patienten (ASiA – Studie)
  • Assessment of communication about palliative care between physicians and their cancer patients prior to admission to the palliative care unit (PCU)
  • (Aus)Sicht medizinischer Akteure auf die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen im Krankenhaus – Eine qualitative Untersuchung
  • Durchführbarkeit einer parenteralen Ernährung zu Hause bei onkologischen Patienten mit und ohne Migrationshintergrund

Master- und Doktorarbeiten

  • Barrieren und Hindernisse in der Integration einer Early Palliative Care in die onkologische Standardversorgung
  • Barrieren und Hindernisse der Integration einer Palliativversorgung in die hämatoonkologische Standardversorgung
  • Therapieziel Patientensicht – Therapieziel Onkologen und die Suche nach Verständigung....
  • Prognose-/Krankheitsbewusstsein von Patienten und Angehörigen über den Krankheitsverlauf hinweg
  • Notfall-/Übergangskoffer" für Angehörige/Patienten/Familien mit Kinder und Jugendlichen – von der stationären in die ambulante SAPV Versorgung und in der Trauerphase unter Berücksichtigung einer Early Integration of Palliative Care
  • Leitfaden für Angehörige/Patienten/Familien mit Kinder und Jugendlichen in der stationären onkologische Behandlung oder/und Empfehlungen für die behandelnden Ärzte
  • Motivation und Hoffnung bis zum Tod? – Balance zwischen Hoffnung und Realismus in der integrierten (palliativen) onkologischen Versorgung
  • Familienzentriertes Behandlungskonzept in der stationären, integrierten Onkologie
  • Leitfaden für Angehörige für die Begleitung von schwerkranken Krebspatienten durch die stationäre (oder stationäre und ambulante) Behandlung (entsprechend dem Leitfaden für Angehörige von sterbenden Patienten)
  • Screening von Supportiv/Palliative Bedarfe in der Onkologie
  • Screening von Supportiv/Palliative Bedarfe in der Hämatologie
  • Das Konzept der Hoffnung in der onkologischen Behandlung

Kooperation und Vernetzung mit anderen Einrichtungen

Vernetzte Institutionen

  • Hochschulambulanz der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, CBF
  • Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
  • Klinik für Gynäkologie CVK, CBF und CCM
  • Klinik für Gastroenterologie, CBF
  • Klinik für Nephrologie, CBF
  • Klinik für Kardiologie, CBF
  • Klinik für Allgemein- und Thoraxchirurgie, CBF
  • Klinik für Hals-/Nasen-/Ohren-Heilkunde, CBF
  • Klinik für Neurochirurgie,CBF
  • Klinik für Urologie, CBF
  • Klinik für Neurologie, CBF
  • Klinik für Unfall-Chirurgie, CBF
  • MVZ Charité Campus Benjamin Franklin
  • Onkologische Schwerpunktpraxen
  • Sozialstationen

Beratungsstelle Hospiz

Die Zentrale Anlaufstelle Hospiz berät und informiert Sterbende, deren Angehörige und Professionelle bei Fragen in Zusammenhang im Sterben, Tod und Trauer und stellt Kontakte zu unterstützenden Angeboten her.

Bettina Wistuba

Zentrale Anlaufstelle Hospiz (ZAH)

Kopenhagener Straße 29

13407 Berlin

 Mo, Di, Fr 10-13 Uhr, Di 16-18 Uhr

(AB wird tägl., nur nicht am Wochenende abgehört)

Tel.: (030) 4071 1113

Fax: (030) 4071 1115

Email: post(at)hospiz-aktuell.de

Homepage: www.hospiz-aktuell.de

Ambulante Hospizdienste

unterstützen schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Familien zu Hause bzw. in Pflegeeinrichtungen und Hospizen durch ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Dies tun sie im Verbund mit den weiteren Anbietern der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) wie Pflegediensten und Palliativmedizinern. In Gesprächen begleiten sie Kranke und Angehörige in der Auseinandersetzung mit Krankheit, Schmerz, Abschied und Trauer. Sie übernehmen z. T. Sitzwachen, vermitteln Informationen und Ansprechpartner zu Fragen der Schmerztherapie und Symptomkontrolle, unterstützt und beraten in behördlichen Fragen und stehen häufig auch über den Tod hinaus mit den Angehörigen in Kontakt. 
Personelle Voraussetzungen: Ambulante Hospize werden von hauptamtlichen KoordinatorInnen geleitet, deren Hauptaufgabe die Gewinnung, Schulung und der Einsatz Ehrenamtlicher sowie die Vernetzung mit anderen Diensten ist.

Der Einsatz ehrenamtlicher HospizbegleiterInnen ist für die Betroffenen kostenfrei. Eine Übersicht der ambulanten Hospizdienste finden Sie hier.

Stationäre Hospize  

betreuen schwerkranke Menschen mit einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung in ihrer letzten Lebensphase, wenn eine Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist. Sie sind kleine eigenständige Einrichtungen mit familiärer Atmosphäre.Der Schwerpunkt liegt in der palliativ-pflegerischen, psychosozialen und spirituellen Betreuung sowie in der Schmerztherapie und der Behandlung anderer belastender Symptome. Die Aufmerksamkeit gilt dabei ebenso der Familie und den Freunden des Betroffenen. Hospize beschäftigen palliativmedizinisch geschultes Pflegepersonal, in der Regel Gesundheits- und KrankenpflegerInnen oder AltenpflegerInnen. Das Angebot wird durch ehrenamtliche MitarbeiterInnen, SozialarbeiterInnen oder SeelsorgerInnen  ergänzt. Die ärztliche Versorgung wird durch die ÄrztInnen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) sichergestellt.

Ethikberatung an der Charité

Als Mitarbeiter, als Patient und Angehörige haben Sie die Möglichkeit, bei schwierigen ethischen Entscheidungen die Unterstützung von Ethikberatern der Charité in Anspruch zu nehmen. Ethische Reflexion und Diskussion erheben nicht den Anspruch, Lösungen zu finden oder Entscheidungen herbeizuführen. Vielmehr soll für jeden die Möglichkeit eröffnet werden, unabhängig von der beruflichen Qualifikation seine Sicht der Dinge darzustellen. Dadurch wird eine Perspektivenvielfältigkeit ermöglicht, die helfen kann persönliche Haltungen und Werte zu hinterfragen, zu begründen und möglicherweise neue gemeinsame Handlungsspielräume zu eröffnen. Weitere Informationen und Termine: Dr. phil. Marianne Rabe, t: +49 30 450 576 299

Selbsthilfe

Unter Selbsthilfe versteht man "alle individuellen und kollektiven Handlungsformen "Betroffener", die der Vorbeugung und besseren Bewältigung von Krankheiten, psychischen und sozialen Problemen ohne Inanspruchnahme bezahlter professioneller Dienste bieten" (nach Trojan ). Betroffenen untersützen sich gegenseitig im Umgang bzw. Bewältigung von Krisensituatioen, Krankheit etc. - durch (Gruppen-)Gespräche, aber auch Beratung. Eine Übersicht und weitere Informationen finden Sie hier:

1. SEKIS ist die zentrale Berliner Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle

  • der Ort zur Förderung von Selbsthilfe, Gruppen und Projekten,
  • ein Platz für alle, die neue Wege suchen, mit Problemen selbst bestimmt umzugehen.

Selbsthilfe und Eigeninitiative können sehr unterschiedliche Formen annehmen. Das Spektrum der Gruppen ist bunt und vielfältig.

2. Broschüre "Krebsnachsorge in Berlin" der Berliner Krebsgesellschaft