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Infektiologie und supportive Therapien

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Infektionen bei immunsupprimierten Patienten

Pulmonale Mucormykose

Intensive Chemotherapien bei Patienten mit Leukämien, Lymphomen, soliden Tumoren oder Transplantationen von Blutstammzellen oder Organen führen zu einer Schwächung des Immunsystems und begünstigen Infektionserkrankungen. Eine relativ häufige infektiöse Komplikation ist bei diesen Patienten eine besondere Form einer Pilzinfektion, die invasive Lungenaspergillose, wobei die Prognose dieser Infektion in den letzten Jahren durch neue therapeutische und prophylaktische Ansätze wesentlich verbessert werden konnte. Andere Pilzinfektionen der Atemwege (z.B. Mucormykose) treten insgesamt seltener auf, sind aber schwieriger zu behandeln, so daß weitere Verbesserungen in der frühzeitigen Diagnostik und der therapeutischen Optionen dringend notwendig sind.

Neben Infektionen durch Pilze und Bakterien stellen Virusinfektionen ein weiteres Problem bei immunsupprimierten Patienten dar. Neben Reaktivierungen latenter Infektionen (z.B. Hepatitis, Cytomegalievirus) können Neuinfektionen mit anderen Virusarten, insbesondere in Ausbruchssituationen oder bei Pandemien, (z.B. Norovirus, Influenza) bei diesen Patienten bedrohliche Komplikationen verursachen. Neben der Entwicklung neuer Pharmaka zeichnen sich vielversprechende Fortschritte in der Impfstoffentwicklung ab, die in den kommenden Jahren zu einer wesentlichen Reduktion des Erkrankungsrisikos bei immunsupprimierten Patienten führen könnten.

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