Metanavigation:

Hier finden Sie den Zugang zur Notfallseite, Kontaktinformationen, Barrierefreiheits-Einstellungen, die Sprachwahl und die Suchfunktion.

Navigation öffnen

Multiples Myelom und Amyloidose

Innovation durch klinische Studien

Sie befinden sich hier:

Multiples Myelom

Das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks, die durch eine Vermehrung von monoklonalen Plasmazellen charakterisiert ist. Diese sezernieren große Mengen von Antikörper, die sich als monoklonales Paraprotein und freie Leichtketten im Blut nachweisen lassen. Eine Therapie ist notwendig, wenn Symptome wie Knochenveränderungen (Osteolysen), Blutarmut (Anämie), hohes Kalzium oder Nierenfunktionsenschränkungen  bzw. wenn Parameter vorliegen, die ein baldiges auftreten von Symptomen erwarten lassen. Die Therapie des Multiplen Myeloms konnte durch die Einführung neuer Medikamente in den letzten Jahren stetig verbessert und damit eine krankheitsfreie Zeit über viele Jahre ermöglicht werden. Als Therapien stehen die Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation, Kortison, Thalidomidanaloga wie Lenalidomid, Proteasominhibitoren (z.B. Bortezomib und Carfilzomib) und monoklonale Antikörper zur Verfügung, die in der Regel kombiniert werden.  Seit 2022  können Patienten mit mehrfachem Rückfall (mind. 3) des Multiplen Myeloms mit den Chimäre Antigen Rezeptor-T-Zellen (aktuell zugelassene CAR-T: Carvykti, Abecma) behandelt werden. CAR-T-Zellen werden in einem mehrwöchigen Prozess aus den eigenen Immunzellen hergestellt  und  werden einmalig während eines stationären Aufenthaltes appliziert. Seit 2023 stehen zusätzlich bispezifische Antikörper (Teclistamab, Talquetamab) zur Verfügung, die nach einem sehr ähnlichen Prinzip wirken. 

Neben den zugelassenen Therapien besteht die Möglichkeit an klinischen Studien teilzunehmen, in denen innovative Behandlungen  eingesetzt werden. Wir kooperieren dabei sehr eng mit den zwei deutschen Studiengruppen GMMG und DSMM.

 

Amyloidose

Die AL-Amyloidose ist eine dem Multiplen Myelom verwandte bzw. gleichzeitig bestehende  Erkrankung. Hierbei lagert sich der von den bösartigen Plasmazellen gebildete Antikörper (Amyloid) in den Geweben, insbesondere Herz und Niere, ab, die dadurch geschädigt werden. Die Therapieansätze ähneln denen des Myeloms zur Unterdrückung der Antikörperbildung. Zusätzlich  werden Medikamente mit neuen Wirkmechanismen erprobt, die das Amyloid versuchen aus dem Gewebe zu entfernen. Aufgrund der Vielzahl der Symptome und betroffenen Organe werden Patienten im Amyloidosezentrums der Charité interdisziplinär zusammen mit den Kollegen der Kardiologie und Nephrologie behandelt und mit anderen erfahrenen Zentren wie Heidelberg kooperiert.

Die meisten Therapien können dabei ambulant durchgeführt werden und es besteht eine enge Vernetzung mit den niedergelassenen Hämatologinnen und Hämatologen. So stehen wir auch kurzfristig für Vorstellungen für Zweitmeinungen oder Konsile zur Verfügung. Grundsätzlich klären wir Sie verständlich und ausführlich über die Dauer und Verlauf von Behandlungen auf und berücksichtigen stets patientenindividuelle Vorstellungen und Möglichkeiten.

 

Terminvereinbarung

Eine Terminvereinbarung erfolgt über unsere Ambulanz. Bitte bringen Sie dabei Ihre Krankengeschichte mit den vorhandenen Dokumenten (inklusive Befunde von feingeweblichen Untersuchungen usw.) über die Erkrankung, erfolgte Therapien und ggf. weitere Vorerkrankungen mit.

Forschungsaktivitäten

Neben den klinischen Studien besteht seit vielen Jahren ein experimenteller Forschungsschwerpunkt im Bereich des Multiplen Myeloms. Dafür untersuchen wir die Myelomzellen mit hochinnovativen Methoden auf Veränderungen des Genoms und des Proteoms sowie Interkationen mit dem Knochenmarkstroma, um daran neue prognostische Krankheitsmarker und therapeutische Angriffspunkte zu identifizieren:

AG Krönke

AG Blau/Nogai

AG Bohl/FPM 

 

Klinische Studien

Eine Übersicht unserer derzeit angeboten klinischen Studien zu Multiplem Myelom und Amyloidose finden Sie hier (ggf. als Auswahl):

Bitte hier klicken


Ihre Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. med. Jan Krönke

Stellv. Klinikdirektor, Schwerpunkt Akute Myeloische Leukämie, Multiples Myelom

Prof. Dr. med. Igor Wolfgang Blau

Schwerpunkt allogene Stammzelltransplantation, Multiples Myelom