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Palliativmedizin

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Palliativmedizinisches Zentrum erneut international zertifiziert

Das Palliativmedizinische Zentrum der Charité ist von der European Society For Medical Oncology (ESMO) als "ESMO Designated Centre of Integrated Oncology and Palliative Care 2021-2023" zertifiziert worden.

Palliative Care als Konzept

Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen. Dies geschieht durch Vorbeugen und Lindern von Leiden und durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzen und Behandeln von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art (Definition WHO 2002).

Lebensqualität ist immer subjektiv. Lebensqualität ist nicht nur gesundheitsbezogene Lebensqualität. Lebensqualität ist das, was für den Patienten wichtig ist. Lebensqualität ist das, was für den Angehörigen wichtig ist. Um das herauszufinden, stellt die  Kommunikation mit den Patienten und deren Angehörigen die wichtigste Säule der Palliativbetreuung dar.

Begriffe

Palliativ - Das Wort "palliativ" stammt sich dem lateinischen Wortschatz und beinhaltet pallium = der Mantel,  bzw. palliare = mit dem Mantel bedecken, umhüllen.

Palliative Care - nach Definition der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP; ) Palliative Care ist der international übliche Fachausdruck. Als deutsche Übertragungen werden verwendet: Palliativmedizin, Palliativbetreuung oder Palliativversorgung. Die Begriffe Palliativpflege und Hospizarbeit beinhalten wichtige Teilaspekte von Palliative Care.

Im Folgenden werden wir daher immer von Palliative Care, und im Besonderen wenn es um die Betreuung von onkologischen Patienten geht, von Palliative Cancer Care sprechen.

Vision

Für uns beginnt Palliative Cancer Care bei der Mitteilung der Diagnose einer Lebensbedrohlichen Erkrankung (early oder integrated Palliative Care).  Moderne onkologische Palliativversorgung erweitert den Fokus von einer Versorgung am Lebensende hin zu einem erweiterten Versorgungsmodell in dem Palliative Care während des gesamten Verlaufs einer lebensbedrohlichen Krebserkrankung in die onkologische Standardtherapie integriert ist.  

Für Tumorpatienten gibt es Daten, dass insbesondere eine frühe Integration von Palliative Care die Anpassung an die Diagnose einer unheilbaren, lebensbegrenzenden Tumorerkrankung unterstützen, Lebensqualität und Wohlbefinden erhöhen und - nach neusten Studienergebnissen - auch die Lebenszeit verlängern könnte (Temel et al., 2010). Internationale  Organisationen wie WHO und ASCO (American Society of Clinical Oncology) fordern daher für Patienten mit metastasierter Tumorerkrankung und / oder hoher Symptomlast eine frühzeitige simultane Integration von Palliative Care in die onkologische Standard-Versorgung (Smith et al., 2012).

Um dies umzusetzen, ist es uns ein wichtiges Ziel die konsequente Integration von Palliative Cancer Care in die onkologische Standardversorgung an der Charité zu realisieren:   Palliative Cancer Care sollte ein fester Bestandteil der ganzheitlichen onkologischen Standard-Versorgung werden, mit dem Ziel der Verbesserung und Qualitätssicherung der Patientenversorgung von allen Patienten mit fortgeschrittenen Tumor-Erkrankungen.

Damit wir möglichst viele Patienten und Ihre Angehörige mit unserem Versorgungsangebot erreichen,  betreuen wir Patienten nicht nur im spezialisierten stationären Palliativbereich. Im Rahmen der integrierten onkologischen Palliativversorgung versorgen wir Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen auch auf den übrigen Stationen unserer Klinik  und der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie. Zusätzlich betreuen und beraten wir Tumorpatienten und deren Angehörige in einer  ambulanten Palliativ-Sprechstunde. Im Rahmen des Palliativkonsiliardienst stehen wir in allen Kliniken am Campus Benjamin Franklin Patienten mit fortgeschrittenen, lebensbedrohlichen Erkrankungen in einer palliativen Situation und deren Angehörigen zur Verfügung.  

Um das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Palliativversorgung weiter zu verbreiten, beteiligen wir uns an internen und externen Fort-und Weiterbildungsangeboten und an der palliativmedizinischen Lehre im Regel- und Modell-Studiengang. Durch die Initiierung und Beteiligung an Forschungsprojekten versuchen wir die Versorgungsqualität stetig zu verbessern und besser zu verstehen was Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen und deren Angehörige benötigen.  Die daraus resultierenden Erkenntnisse sollen in einen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen, ethischen und philosophischen Dialog einfließen. 

Stationärer Palliativbereich

- in Arbeit - 

Der Palliativ-Konsiliardienst

Der Palliativ-Konsiliardienst fokussiert die Behandlung von krankheitsbedingten Beschwerden (physisch, psychisch, sozial und spirituell) bei Patienten und deren Angehörigen mit fortgeschrittener, progredienter Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung. Ziel der Arbeit im multiprofessionellen Palliativ-Team ist die Symptomlinderung und Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.

Der Palliativ-Konsiliardienst unterstützt das betreuende Stationsteams durch die Erstellung, Anpassung, Besprechung eines individuellen Behandlungs-Plans zur medizinischen und pflegerischen Symptomkontrolle. Gleichzeitig kann die Vermittlung von psychologischer Unterstützung und psychosozialen Hilfen für Patienten und ihre Angehörige und eine Beratung zum Ort der bestmöglichen palliativen Betreuung – ambulant und stationär erfolgen. Wenn die Symptome auf der eigentlichen Station nicht beherrschbar sind, besteht die Möglichkeit einer Übernahme in den stationären Palliativbereich am CVK und CBF.

Indikationen für die Anmeldung beim Palliativ–Konsiliardienst sind:

  • Krankheitsbedingte oder therapiebedingte körperliche Symptome wie Schmerzen, Luftnot, Obstipation, Übelkeit, Appetitmangel, Fatigue, chronische Übelkeit
  • Psychische Symptome, die z.B. mit der Krankheitsbewältigung einhergehen oder Anpassungsprozesse mit ausgeprägter emotionaler Belastung
  • Soziale Probleme, die beispielsweise die weitere Versorgung zu Hause oder in einer Pflegeinrichtung betreffen, Vorsorgevollmacht bzw. Betreuung

Das Konsiliar-Team ist an den stationären Palliativbereich der Station 14A assoziiert und besteht aus Ärzten und Pflegekräften mit spezieller Palliative-Care-Weiterbildung. Zusätzlich erfolgt bei Bedarf eine multidisziplinäre Ergänzung durch die Psycho-Onkologie des Charité-Comprehensive Cancer Centers und den Sozialdienst und die Physiotherapie der jeweiligen Station. Neben einmaligen Konsilen kann bei Patienten mit länger andauerndem Betreuungsbedarf eine Palliativmedizinische Komplexbehandlung durch das multidisziplinäre Konsiliar-Team erfolgen.

Integrierte onkologische Palliativversorgung

Moderne Onkologische Palliativversorgung erweitert den Fokus von einer Versorgung am Lebensende hin zu einem erweiterten Versorgungsmodell in dem Palliative Care während des gesamten Verlaufs einer lebensbedrohlichen Krebserkrankung in die onkologische Standardtherapie integriert ist. 

Für Tumorpatienten gibt es Daten, dass insbesondere eine frühe Integration von Palliative care die Anpassung an die Diagnose einer unheilbaren, lebensbegrenzenden Tumorerkrankung unterstützen, Lebensqualität und Wohlbefinden erhöhen und - nach neusten Studienergebnissen - auch die Lebenszeit verlängern könnte (Temel et al., 2010). Internationale  Organisationen wie WHO und ASCO (American Society of Clinical Oncology) fordern daher für Patienten mit metastasierter Tumorerkrankung und / oder hoher Symptomlast eine frühzeitige simultane Integration von PC in die onkologische Standard-Versorgung (Smith et al., 2012).

Die onkologische Palliativversorgung am CBF beinhaltet daher auch die Integration der Versorgung  in die übrigen Stationen der der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt  Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie (CBF + CVK) und der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie (CBF).

Ein Palliativmediziner nimmt regelmäßig an den wöchentlichen multidisziplinären Teambesprechungen der hämatologischen und onkologischen Stationen unserer Klinik und der Klinik für Strahlentherapie teil. Palliative Behandlungsansätze fliessen so in die Standardbetreuung mit ein. Patienten die stark belastet sind, können im Rahmen der Palliativ-Komplexbehandlung besonders medizinisch, pflegerisch, psychologisch,  sozial und spirituell unterstützt werden.

Neben dem Stationsteam bestehend aus Ärzten, Pflegekräften und den Case-Managerinnen der Stationen sind an der Palliativkomplexbehandlung beteiligt.

Forschung

- in Arbeit - 

Kooperation und Vernetzung mit anderen Einrichtungen

- in Arbeit - 

Ihre Ansprechpartnerinnen

Univ.-Prof. Dr. med. Eva Schildmann

Professorin für onkologische Palliativmedizin

PD Dr. med. Stefan Schwartz

Schwerpunkt Akute lymphatische Leukämie, Leiter des hämatologischen Labors

Dr. med. Kathrin Rieger

Schwerpunkt MDS, Leiterin der Ambulanz